2. September 2023
Nach einer erholsamen Nacht im Hotel „Manaus“ und einem guten Frühstück fahren wir zusammen mit Aleksander und Ithalo eine gute halbe Stunde zum Amazonas-Museum – eine Art botanischer Garten inmitten des Regenwaldes. Ivienne und ihr Ehemann sind auch gekommen. Um 10 Uhr starten wir unseren geführten ca. fünfstündigen Rundgang.
Reinhard kommt mit einem Brasilianer ins Gespräch, der gut Englisch spricht und im Agrarministerium den Bereich für nachhaltige Landwirtschaft leitet.
Was für ein Zufall! Er erzählt uns, dass es in Brasilien einen staatlichen Gesamtplan gibt, in allen Ländern Brasiliens Treibhausgase zu reduzieren. Welche Maßnahmen dafür konkret umgesetzt werden, entscheiden die 26 Länder jeweils selbst. Das Agrarministerium in Brasilia ist für die Koordination zuständig. Aleksander kennt den Plan. Er und Christoph tauschen mit dem Beamten während des Rundganges angeregt ihre Erfahrungen aus.
Dieser führt uns zunächst zu einem Aquarium mit typischen Fischen aus dem Amazonas. Die Größe und das Aussehen sind beeindruckend.

Direkt neben dem
Holzsteg, über den wir gehen müssen, weist uns unser Guide auf eine grüne Baumschlange und andere Tiere hin, die aufgrund ihres an die Umgebung angepassten Aussehens kaum zu erkennen sind.
Wir besichtigen das Schlangenhaus, u. a. mit einer kleinen Boa Constrictor, und gehen weiter zur Schmettervoliere. Einige der bunten Kunstflieger haben eine Spannweite von bis zu 20 cm.





Danach führt uns der Rundgang zu einem Baumriesen, der die allgemeine Höhe des Tropenwaldes deutlich überragt und einen mehrere Meter großen Durchmesser hat.
Der ideale Platz für ein Gruppenfoto!


Wenig später erreichen wir einen
stählernen Aussichtssturm. Trotz Hitze sind die über 330 Stufen bis auf die oberste Plattform für uns alle ein Muss. Dafür werden wir mit kühlendem Wind und einem herrlichen Blick auf das fantastische Panorama des brasilianischen Regenwaldes belohnt, der von oben wie übergroßer Broccoli aussieht.
Foto- und Videosession!!




Neben einen Gruppenfoto mit allen machen wir auch Fotos in unterschiedlichster Zusammensetzung.


Die drei „Sejerlänner“ Christoph, Reinhold und Reinhard beenden diese vor der Kulisse des faszinierenden Regenwaldes mit einem kurzen Video und dem für die Expedition ausgeliehenen Köhlergruß,
einem dreifachen „Gut Brand!“.

Ricardo, der Beamte aus dem brasilianischen Agrarministerium, verabschiedet sich, da er zum Flieger muss, nicht ohne zuvor die Erreichbarkeiten mit uns ausgetauscht zu haben. Reinhold will von Ricardo unbedingt noch wissen, ob der Hochofen von Thyssen-Krupp in Brasilien noch mit Holzkohle befeuert wird; er soll einer der letzten dieser Art weltweit sein. Ricardo verspricht, dies zu klären. Zudem informiert Reinhold Ihn auch noch über den Europäischen Köhlerverband (EKV), in dessen erweitertem Vorstand er ist und überreicht ihm die entsprechende Visitenkarte.
Nach dem Abstieg gehts weiter durch den Dschungel zum Spinnenhaus. Dort wird uns fachkundig die Lebensweise und die Giftigkeit der bis zu handtellergroßen Exemplare erklärt. Nichts für Leute mit Spinnenphobie!

Die Tour in der Hitze hat Kraft und – trotz mitgeführter Getränke – zu Flüssigkeitsverlusten geführt, die alsbald aufgefüllt werden müssen.
Wie Tags zuvor fahren wir in die große Mall und lassen das Erlebte abschließend bei einem Kaffee Revue passieren.
Nach einem Zwischenstopp im Hotel fahren das Team und Alexander um 19.00 Uhr zum Gottesdienst in der ev.-luth. Kirche, der Aleksanders Familie abgehört.
Die Lithurgie entspricht weitestgehend dem katholischen Ritus.
Der Predigttext war Römer 12,9.
Nach dem Gottesdienst fährt Aleksander Christoph, Gerald Reinhold und Reinhard zurück ins Hotel, während unsere Joungster Tigi und Jakob mit Ithalo noch bis 2.00 Uhr einen Abstecher ins Nachtleben von Manaus machen.


