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Tag 10: Itacoatiara

4. September 2023

Um 8.30 Uhr holen uns Aleksander, Ithalo, Ismael, Diego und Mario, der Fahrer des EMBRAPA-Busses, für die Fahrt nach Itacoatiara ab, wo unsere nächste Terra preta Untersuchung ansteht.


Itacoatiara ist eine Stadt im Regenwald mit ca. 100.000 Einwohnern. Für die 270 km dorthin brauchen wir mit Pausen und aufgrund der Verkehrsverhältnisse gut 6 Stunden. Kurz nach 9 Uhr – nachdem wir uns versichert haben, dass alles verstaut ist – fahren wir mit dem EMBRAPA-Kleinbus und im Jeep von Aleksander los.


Zunächst steuern wir das EMBRAPA-Institut, Aleksanders Arbeitsplatz, an und nehmen von dort noch Ausrüstung auf. Wir sprechen auch noch kurz mit Aleksanders Kollegen Rogério, der ein Experte für Agroforst und Viehhaltung ist.
Die Fahrt führt uns weiter über die „Rodovia Depotado Vital de Mendoça“ entlang bis „Rio Preta de Eva“. Der Ort liegt an einem See mit Sandstrand und erkennbar touristischer Infrastruktur. Ithalo kennt dort ein geeignetes Restaurant, in dem wir gegen 12.00 Uhr Mittagessen.


Danach fahren weiter bis zu unserem heutigen Zielort Itacoatiara. Die Landstraße führt zunächst an schönen Finkas vorbei, später an kleineren Ortschaften.
Die Straße ist teilweise neu und gut ausgebaut, an verschiedenen Stellen aber wegen der Bauarbeiten nur einspurig befahrbar. Die zum Teil beachtlichen Schlaglöcher umfahren Aleksander und Mario routiniert und gelassen.


Am Rande der Straße sehen wir tiefgründige Rotlehmböden (Ferrasol) und eine vielfältige, beeindruckende Tropenwald-Vegetation; immer wieder auch Flüsse und Seen.


Kurz nach 16.00 Uhr kommen wir am „Rio Amazonas Hotel“ an, unserem Quartier für die nächsten drei Tage. Die Unterkunft ist einfach und sauber, hat Internet und bietet einen schönen Blick auch auf den Amazonas und den dahinter liegenden Regenwald.


Wir beziehen drei Zimmer. Unsere gesamte Ausrüstung, zuletzt auch den schweren Generator, bringen wir in einem gesonderten Raum sicher unter.


Aleksander, Reinhard und Ithalo gehen zu einem gut sortierten Geschäft in der Innenstadt und holen Getränke. Bis dahin sind es knapp zwei Kilometer. In der Stadt herrscht reger Verkehr, der vor allem von Mopeds und kleineren Motorrädern bestimmt wird, auf denen nicht selten drei Personen und reichlich Sachen Platz finden.


Gegen 18.00 Uhr geht die Sonne über dem Amazonas unter. Alle zusammen gehen wir in nahegelegenes Restaurant und besprechen den Tagesablauf für morgen.
Es gibt einheimischen Fisch (Tambaqui, Pirarucu) und Pizza.


Um 21.00 Uhr ist der Tag für uns zu Ende. Morgen früh müssen wir um 5 Uhr aufstehen, da wir gegen 6 Uhr zur Terra preta-Untersuchungsfläche auf der anderen Seite des Amazonas aufbrechen wollen.